Die Reality Labs-Abteilung von Meta verzeichnete im zweiten Quartal dieses Jahres einen operativen Verlust von 3,7 Milliarden US-Dollar. Dennoch bleibt der Social-Media-Riese voll und ganz der Metaverse-Entwicklung verpflichtet.

Bisher hat Meta im Jahr 2023 unglaubliche 7,7 Milliarden US-Dollar in sein Virtual-Reality-Geschäft investiert, wie aus den neuesten Gewinnergebnissen von Meta vom 26. Juli hervorgeht.

Der Umsatz der Einheit sank im gleichen Quartal von 452 Millionen Dollar im Vorjahr auf 276 Millionen Dollar. Dieser Rückgang ist auf geringere Verkäufe des Virtual-Reality-Headsets Quest 2 zurückzuführen.

Während einer Telefonkonferenz betonte Metas CEO Mark Zuckerberg das Engagement des Unternehmens für künstliche Intelligenz (KI) und die Metaverse-Vision. Er erklärte, dass das Unternehmen seit Jahren aktiv an diesen Prioritäten arbeitet und sie als sich überschneidende und ergänzende Bestrebungen betrachtet.

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Susan Li, CFO von Meta, führte den Umsatzrückgang auf geringere Verkäufe ihres VR-Headsets zurück und gab bekannt, dass die Ausgaben von Reality Labs im zweiten Quartal auf 4 Milliarden Dollar gestiegen sind. Dieser Anstieg von 23 % sei hauptsächlich auf frühere Verlustrückstellungen und steigende Personalkosten zurückzuführen.

Der Verlust von 3,7 Milliarden Dollar im zweiten Quartal folgte auf Verluste von 4 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2023 und 2,8 Milliarden Dollar im zweiten Quartal 2022.

Das Unternehmen geht davon aus, dass die operativen Verluste von Reality Labs aufgrund der laufenden VR-bezogenen Produktentwicklung und weiterer Investitionen in das Metaversum das ganze Jahr 2023 über anhalten werden.

Metaverse bleibt ein zentraler Schwerpunkt

Trotz dieser Herausforderungen drückte Zuckerberg seinen unerschütterlichen Glauben an das Metaversum und das Potenzial der künstlichen Intelligenz aus.

„Ich habe bei mehreren dieser Telefongespräche gesagt, dass die beiden technologischen Wellen, auf denen wir reiten, kurzfristig die KI und langfristig das Metaversum sind.“

Mark Zuckerberg, CEO von Meta

Meta meldete einen Quartalsgewinn von 7,79 Milliarden Dollar, eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 32 Milliarden Dollar.

Laut Google Finance-Daten stieg der Aktienkurs von Meta aufgrund der Ergebnisse sprunghaft an und stieg im nachbörslichen Handel um über 7 % auf rund 320 USD. Die Meta-Aktien haben seit Jahresbeginn fast 140 % zugelegt, liegen aber immer noch unter ihrem Allzeithoch vom September 2021 von über 378 USD.

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