In einer spannenden Entwicklung in der Welt der digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) gab die Banque de France kürzlich die Ergebnisse ihrer CBDC-Großhandelsexperimente unter Verwendung von Distributed-Ledger-Technologien (DLTs) bekannt. Diese Experimente haben gezeigt, dass eine tokenisierte Form von Zentralbankgeld, bekannt als Wholesale CBDC (wCBDC), das Potenzial hat, grenzüberschreitende Zahlungen, die Zahlungsabwicklung und die Sicherheit verschiedener Finanzanlagen zu revolutionieren.

Das Experimentierprogramm der Banque de France wurde im März 2020 gestartet und umfasste zwölf Experimente, bei denen drei verschiedene Modelle für die Ausgabe von wCBDC auf DLT untersucht wurden: das Interoperabilitätsmodell, das Verteilungsmodell und das Integrationsmodell. Diese Modelle befassen sich mit wichtigen Aspekten der Implementierung von CBDC im Großhandel und bieten im Vergleich zu herkömmlichen Systemen andere Fähigkeiten und Funktionalitäten.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus diesen Experimenten ist die Bedeutung der Ausgabe einer CBDC für den Großhandel als Ergänzung zu einer CBDC für den Einzelhandel. Dieser Schritt würde den Ankerwert des Zentralbankgeldes sowohl für den Einzelhandels- als auch für den Großhandelszahlungsverkehr sichern und die Konvertibilität zwischen verschiedenen Formen privaten Geldes fördern, was zur Einheitlichkeit des Geldes beiträgt.

Die Experimente unterstrichen zudem die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und öffentlich-privater Partnerschaften zur Schaffung eines global integrativen und interoperablen CBDC-Rahmens. Die Priorisierung der Interoperabilität zwischen DLT-basierten und konventionellen Infrastrukturen ist entscheidend für einen reibungslosen Daten- und Transaktionsaustausch und gleichzeitig für die Aufrechterhaltung der Ankerfunktion des Zentralbankgeldes für Interbanken- und Großhandelszahlungen.

Die Experimente verdeutlichten insbesondere klimabezogene Bedenken und unterstrichen die Bedeutung energieeffizienter Lösungen bei der Gestaltung von CBDCs für den Großhandel. Da die Welt auf Nachhaltigkeit setzt, müssen Zentralbanken umweltfreundliche Optionen in Betracht ziehen, um einen verantwortungsvollen Einsatz digitaler Währungen zu gewährleisten.

Aus technischer Sicht zeigten die Experimente, dass DLT den Zentralbanken verschiedene Möglichkeiten bietet, die Kontrolle über ihr CBDC im Großhandel zu behalten und gleichzeitig technologisch neutral zu bleiben. Die Zusammenarbeit an gemeinsamen Standards ist unerlässlich, um die reibungslose Abwicklung von Handels- und Nachhandelsaktivitäten zu verbessern und die allgemeine Finanzstabilität zu fördern.

Die Banque de France testete außerdem ihr eigenes DLT, das Distributed Ledger for Securities Settlement System (DL3S), und leistete in Zusammenarbeit mit anderen Zentralbanken und den BIS Innovation Hubs Pionierarbeit zur Optimierung der CBDC-Großhandelsliquidität durch einen automatisierten Market Maker (AMM).

Mit Blick auf die Zukunft unterstützt die Banque de France die Sondierungsbemühungen des Eurosystems, die untersuchen, wie auf DLT-Plattformen erfasste Großhandelsfinanztransaktionen in Zentralbankgeld abgewickelt werden können. Die Bank möchte die Grenzen grenzüberschreitender Zahlungen ausloten und zur Entwicklung von Multiwährungs-DLT-Plattformen beitragen, die Devisentransaktionen erleichtern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die CBDC-Experimente der Banque de France großes Potenzial für die Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen, der Zahlungsabwicklungsfinalität und der finanziellen Sicherheit gezeigt haben. Durch die Nutzung von DLT und die Förderung der Interoperabilität können Zentralbanken die Rolle des Zentralbankgeldes als sicherste Zahlungsmethode stärken und so den Grundstein für ein effizienteres und inklusiveres globales Finanzsystem legen.

Quelle: https://azcoinnews.com/french-central-banks-wcbdc-experiments-pave-the-way-for-improved-cross-border-payments.html