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Ende letzter Woche beantragte der weltweit größte Vermögensverwalter, die Blackstone Group, einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF), ein Schritt, der viele überraschte.

  • Der Antrag der Blackstone Group für einen Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Fonds (ETF) ist bislang eine der größten Neuigkeiten des Jahres 2023.

  • Dieser vorgeschlagene Bitcoin-ETF unterscheidet sich von Dutzenden von ETFs, die zuvor von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) abgelehnt wurden.

  • Es gibt starke Argumente dafür und dagegen, ob die SEC den vorgeschlagenen ETF genehmigen wird.

  • Wenn die SEC es vor Jahresende genehmigt, wird der Preis von Bitcoin um mindestens 30-50 % steigen.

  • Die SEC hat 45 Tage Zeit, um eine Entscheidung zu treffen (d. h. die Entscheidung zu genehmigen, abzulehnen oder aufzuschieben). Sollte die SEC die gesamte Verzögerung nutzen, würde im Februar eine Entscheidung fallen.

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hat noch nie einen Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Fonds (ETF) genehmigt. Angesichts der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten über den stärksten Kapitalmarkt der Welt verfügen, wäre die Genehmigung eines Spot-Bitcoin-ETF von großer Bedeutung. Dies würde unter anderem Bitcoin als Vermögenswert weiter legitimieren und Investitionen erleichtern.

Die SEC hat Dutzende vorgeschlagener Bitcoin-ETFs abgelehnt, seit die Winklevoss-Brüder 2013 ihren ersten Antrag eingereicht hatten.

Im Jahr 2021 gab es einige Fortschritte, als die SEC den ersten Bitcoin-Futures-ETF genehmigte. Im Gegensatz zu Spot-ETFs hält der Emittent von Futures-ETFs jedoch Terminkontrakte.

Mit anderen Worten: Egal wie beliebt Futures-ETFs werden, es wird keinen Einfluss auf die Nachfrage nach Bitcoin haben. Bei Spot-ETFs muss der Emittent weiterhin „echte“ Bitcoin kaufen, wenn die Nachfrage nach dem ETF steigt.

Warum der von Blackstone vorgeschlagene ETF anders ist

Erstens besteht der bedeutendste Unterschied darin, dass Blackstone einen Spot-Bitcoin-ETF vorschlägt. Während andere bekannte Vermögens- und Fondsverwaltungsfirmen (wie VanEck, Fidelity) in der Vergangenheit erfolglos Bitcoin-ETFs beantragt haben, spielt Blackstone aufgrund seiner Größe und seines politischen Einflusses wohl in einer eigenen Liga.

Zweitens war Blackstone der erste, der in seinem vorgeschlagenen Bitcoin-ETF ein Überwachungs-Sharing-Protokoll einführte. Monitoring-Sharing-Vereinbarungen ermöglichen es bestimmten Unternehmen, Informationen über Transaktionen, Clearings und Kundenidentifikationen auszutauschen. Dies ist wichtig, da die SEC in der Vergangenheit Bedenken hinsichtlich Marktmanipulation geäußert hat, als sie vorgeschlagene Spot-Bitcoin-ETFs ablehnte.

Blackstone sieht das langfristige Potenzial von Bitcoin und hofft, jetzt einen ETF-Antrag einreichen zu können, in der Hoffnung, dass die SEC ihn genehmigt, wenn der Bullenmarkt zurückkehrt.