Derzeit gibt es eine ganze Reihe von Kryptowährungen, die als relativ anonym gelten, zum Beispiel: Monero, Dash, Zcash, SmartCash, Komodo, Horizen, Verge, NavCoin, PIVX, PIRATE und Zcoin. In dieser Artikelserie werde ich mich nur auf die ersten drei konzentrieren, da sie am beliebtesten sind.
Aber zuerst müssen Sie herausfinden, warum beispielsweise Bitcoin nicht als anonym gilt? Bitcoin ist in dem Sinne anonym, dass Sie weder die Identität der Person kennen, die Ihnen die Münzen geschickt hat, noch die Identität der Person kennt, in deren Wallet die Münzen angekommen sind. Hier endet die Anonymität. Bitcoin wurde nicht als Mittel für anonyme Zahlungen entwickelt, sondern als Mittel zur Durchführung von Zahlungen ohne Zwischenhändler in Form einer Bank. Alle Transaktionen in der Bitcoin-Blockchain können eingesehen werden. Absolut alles und jeder kann es tun.
Monero:
Quellcode: offen.
Wie wird die Anonymität gewährleistet?
Drei Faktoren sind entscheidend:
1. Empfängeradressen sind Stealth-Adressen. Ein externer Beobachter wird nicht in der Lage sein, festzustellen, an welches Wallet die Gelder letztendlich geflossen sind, da Transaktionen im Monero-Netzwerk über einzigartige einmalige „Stealth-Adressen“ (versteckte Adressen) durchgeführt werden, die die Wallets der Absender erstellen. An diese Adresse werden Münzen verschickt. Adressen verbergen die Beziehung zwischen der Absenderadresse, der Empfängeradresse und allen anderen Transaktionen/Adressen. Der Empfänger verliert seine Anonymität nicht, wenn er mehrere Zahlungen an eine Adresse akzeptiert, da eingehende Zahlungen über verschiedene versteckte Adressen laufen.
2. Ringsignaturen werden verwendet. Der Kern von Ringsignaturen besteht darin, dass eine Nachricht von einem der Mitglieder der Liste potenzieller Unterzeichner signiert wird, der genaue Name jedoch nicht bekannt gegeben wird. Es wird eine Liste aus beliebig vielen verschiedenen Personen erstellt, darunter auch der eigentliche Unterzeichner. Der Unterzeichner benötigt zum Anbringen einer Unterschrift keine Erlaubnis, Kooperation oder Unterstützung der in der Liste aufgeführten Personen. Eine Ringsignatur ist eine Art digitale Signatur – eine Möglichkeit, Ihre Berechtigung zum Durchführen von Transaktionen auf der Blockchain nachzuweisen. Im Leben legen wir zu diesem Zweck unseren Reisepass vor, unterschreiben oder geben einen PIN-Code ein. Die Besonderheit einer digitalen Signatur in der Blockchain besteht darin, dass sie die Bestätigung der eigenen Identität ohne Offenlegung der eigenen Daten ermöglicht. Die Adresse auf der Blockchain gehört demjenigen, der den privaten Schlüssel dafür kennt. Um zu beweisen, dass Sie es haben und es niemandem preisgeben, verwenden Sie eine digitale Signatur. Außerdem enthalten Ringsignaturen in Monero Unreinheiten in der Transaktion in Form zuvor getätigter Transaktionen anderer Personen. Sie tragen dazu bei, die Spuren zu verwirren: Es ist unmöglich, genau zu bestimmen, wo in der Transaktion „Unreinheiten“ vorhanden sind und wo sich die tatsächlichen Gelder befinden.
3. Es werden vertrauliche Ring-Transaktionen oder das RingCT-Protokoll verwendet. Die Confidential Transactions (CT)-Technologie verbirgt den Zeitpunkt, den Zahlungsbetrag und die beteiligten Adressen.
Es gibt andere Technologien, die die Anonymität von Transaktionen in Monero gewährleisten, aber der Zweck dieses Artikels dient nur zu Informationszwecken.
Aber leider ist nicht alles so glatt. Nicht umsonst sagte Edward Snowden über Monero, dass es sich um eine „Amateur-Kryptowährung“ handele. Ein Forscherteam von einigen der weltweit führenden Universitäten, darunter Princeton, der Carnegie Mellon University, der Boston University, dem Massachusetts Institute of Technology und der University of Illinois at Urbana-Champaign, hat eine Studie veröffentlicht, die die Mängel des Mischalgorithmus hervorhebt, die dies ermöglichen einzelne Transaktionen nachvollziehbar. .
Und das Problem betrifft nicht nur diejenigen, die heute mit Monero bezahlen wollten – jeder, der das System jemals genutzt hat, ist gefährdet, da alle Zahlungsdaten für immer in der Blockchain aufgezeichnet werden und zur Analyse zur Verfügung stehen.
Forscher stellen fest, dass es vor dem im Februar 2017 veröffentlichten Update (die Verwendung des RingCT-Protokolls wurde hinzugefügt) besonders schlimm war. Transaktionen, die vor diesem Zeitpunkt getätigt wurden, sind sehr anfällig, aber auch Zahlungen, die nach dem Update getätigt werden, bieten nicht die Vertraulichkeit, die Benutzer des Systems erwarten. Einer der Autoren des Papiers, Andrew Miller von der University of Illinois in Urbana-Champaign, sagt:
„Die Leute neigen dazu, einfach zu sein, deshalb glauben sie, dass Monero-Transaktionen ihre Anonymität garantieren. Tatsächlich gibt es offene Informationen, die nicht über Netzwerke verschlüsselt sind.“
Er sagte, dies sei darauf zurückzuführen, dass der Benutzer früher die Wahl hatte, wie er eine Transaktion durchführen wollte, und die Option mit einem geringeren Grad an Anonymität eine geringere Provision erforderte, weshalb sie häufiger gewählt wurde.


