Nach Angaben der offiziellen Nachrichtenagentur BelTA hat die Nationalbank der Republik Belarus ein Pilotprogramm für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) gestartet.

Der Vorstandsvorsitzende der Nationalbank Pavel Kallaur erklärte, dass die Regierung nach einer gemeinsamen Sitzung des Repräsentantenhauses und des Rates der Republik noch vor Jahresende über die Ausgabe eines digitalen belarussischen Rubels entscheiden werde.

Laut Kallaur:

„Derzeit widmen fast alle Zentralbanken einem neuen Phänomen Aufmerksamkeit – der digitalen Währung. Nach unseren Informationen befinden sich etwa hundert Zentralbanken bereits in der Studienphase, haben Konzepte ausgearbeitet oder führen bereits Pilotprojekte durch. Dies ist wirklich ein neues Phänomen, das mit der Entwicklung moderner Technologien verbunden ist.“

Er behauptet, dass digitales Geld, das von Zentralbanken ausgegeben wird, eine neuartige Zahlungsform sei.

„Es gibt Bargeld, und wir nutzen bargeldloses Geld recht aktiv. Digitale Währungen kommen bargeldlosem Geld näher, haben aber auch das Potenzial, einige Aufgaben von Bargeld zu erfüllen, da sie nicht nur online, sondern auch offline genutzt werden können.“

Wenn der Plan zur Gründung einer belarussischen CBDC erfolgreich ist, wird es ein Pilotprogramm mit einer kleinen Anzahl von Teilnehmern, darunter Banken und Privatpersonen, geben. Kallaur erklärte:

„Wir arbeiten daran, eine Demoversion zu erstellen, eine Plattform, auf der wir es ausprobieren können. Wir schauen uns auch die Erfahrungen der russischen Zentralbank an, um aus den Fehlern anderer zu lernen und unsere eigenen zu vermeiden.“

Er behauptete, dass es sich um eine brandneue dritte Währung handele und daher vor ihrer Einführung rechtliche Änderungen am Zivil-, Bank-, Steuer- und Haushaltsgesetzbuch vorgenommen werden müssten. Laut Kallau führen die Länder derzeit Versuche durch und es wird an der Kopplung von Zahlungssystemen gearbeitet, aber grenzüberschreitende Zahlungen mit digitalen Währungen wurden bisher noch nicht getätigt.

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