Das dänische Krypto-Startup Januar erhält die Lizenz zur Bereitstellung von IBAN-Konten für europäische Krypto-Unternehmen

Januar, ein dänisches Startup, das 2021 von ehemaligen Mitarbeitern von Chainalysis gegründet wurde, hat von der dänischen Finanzaufsichtsbehörde (DFSA) eine Lizenz als Zahlungsinstitut erhalten. Diese Lizenz ermöglicht es dem Unternehmen, auf den 30 Märkten des Europäischen Wirtschaftsraums tätig zu sein. Bisher konnte Januar im Rahmen seiner eingeschränkten Genehmigung nur dänische Unternehmen bedienen.

Das Start-up stellt #Kryptowährungsfirmen Geschäftskonten mit International Bank Account Number (IBAN) zur Verfügung. Durch die Verknüpfung mit der IBAN-Infrastruktur erhalten Kryptounternehmen Zugang zu konformen Fiat-Bankdienstleistungen wie Zahlungen und Abrechnungen, die sonst möglicherweise nur schwer erhältlich wären. Die Lizenzierung von Januar wird es dem Unternehmen ermöglichen, solche Dienstleistungen in größerem Umfang anzubieten.

Laut Januar#SimonOusager, dem Co-CEO, hat die Kryptoindustrie schneller Innovationen hervorgebracht als die Banken- und Zahlungsinfrastruktur, die nur langsam aufgeholt hat. Er glaubt, dass die jüngsten Fälle von Schließungen kryptofreundlicher Banken ein klares Anzeichen für diesen unglücklichen Trend in der Branche sind. Ousager ist jedoch der Ansicht, dass die Lizenzierung im Januar ein bedeutender Schritt in die entgegengesetzte Richtung ist.

#Dänisches Startup Januar sichert sich Zahlungsinstitutslizenz und hilft Kryptounternehmen bei der Suche nach Bankdienstleistungen.

Im Jahr nach seiner Gründung erhielt Januar 6 Millionen Euro (6,5 Millionen Dollar) an Startkapital und stellte damit einen neuen Rekord für die Start-up-Finanzierung in Dänemark auf. Mit Hilfe von Angular Ventures, Outward VC, byFounders und einer Reihe von Angel-Investoren wurde die Investitionsrunde von Element Ventures mitgeleitet.

Für Krypto-Unternehmen ist es schwieriger geworden, Bankdienstleistungen zu finden, nachdem die kryptofreundliche Silvergate Bank am 8. März und die Signature Bank in der darauffolgenden Woche von den New Yorker Aufsichtsbehörden geschlossen wurden. Europäische Banken haben jedoch begonnen, ihr Krypto-Angebot auszuweiten.

So erweiterte beispielsweise die VP Bank in Liechtenstein im April ihre Verwahrungs- und Tokenisierungsdienste, und eine Tochtergesellschaft der Börse Stuttgart Digital erhielt im März eine Lizenz zur Erbringung von Verwahrungsdiensten. Darüber hinaus kündigte die deutsche Dwpbank an, dass sie eine neue Plattform eröffnen werde, um den Bitcoin-Handel für rund 1.200 Banken im Land anzubieten.