Der Preis von Bitcoin (BTC) ist um mehr als 50 % gestiegen, seit Tesla im Juli 2022 seine BTC-Verkäufe im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar bekannt gab.

Sind Teslas Bitcoin-Trades profitabel?

Tesla verkaufte im zweiten Quartal 2022 fast 936 Millionen US-Dollar seiner gesamten Bitcoin-Bestände, was 75 % seiner verbleibenden Reserven entspricht, um einen Gewinn von 64 Millionen US-Dollar zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt wurde Bitcoin etwa 70 % niedriger gehandelt als sein Rekordhoch von 69.000 US-Dollar im November 2021.

Monatliches BTC/USD-Preisdiagramm mit Teslas Bitcoin-Käufen und -Verkäufen. Quelle: TradingView

Ursprünglich kaufte Tesla im Februar 2021 Bitcoin im Wert von 1,50 Milliarden Dollar zu einem Durchschnittspreis von 36.000 Dollar. Anschließend verkaufte das Unternehmen BTC im Wert von 272 Millionen Dollar, um seine Bilanz im ersten Quartal 2021 um 101 Millionen Dollar zu steigern.

Das Unternehmen hat dennoch bis zum vierten Quartal 2022 an seinen verbleibenden BTC festgehalten, obwohl der Bitcoin-Preis zu diesem Zeitpunkt auf einem Bärenmarkttief von rund 16.000 USD lag. Heute hält Tesla 10.725 BTC im Wert von rund 330 Millionen USD, fast 15 % unter dem Beschaffungswert vom Februar 2021.

Insgesamt machte Tesla mit zwei separaten Bitcoin-Verkäufen einen Gewinn von rund 165 Millionen US-Dollar. Am 14. April hatte das Unternehmen einen nicht realisierten Verlust von rund 56,6 Millionen US-Dollar auf seinen verbleibenden BTC-Beständen. Der Nettogewinn liegt bislang bei rund 108 Millionen US-Dollar.

Wird Tesla seine restlichen BTC-Bestände abstoßen?

Interessanterweise resultierten Teslas frühere Bitcoin-Verkäufe aus schwächeren freien Cashflows. So machte beispielsweise der BTC-Verkauf im ersten Quartal 2021 im Wert von 272 Millionen Dollar fast 93 % von Teslas freien Cashflows im selben Quartal aus.

Entwicklung des freien Cashflows von Tesla nach Quartalen. Quelle: Statista

Ähnlich verliefen die Bitcoin-Verkäufe von Tesla im zweiten Quartal 2022, als der freie Cashflow gegenüber dem Vorquartal um 73 % zurückging. Beide Verkäufe deuten darauf hin, dass Musk während der Liquiditätskrise bei Tesla auf Bitcoin als sicheren Hafen setzte.

Der Tesla-CEO erklärte damals, der Verkauf sei erfolgt, um „die Liquidität von Bitcoin als Alternative zur Haltung von Bargeld in der Bilanz zu beweisen“.

Unterdessen schätzen Wall-Street-Analysten, dass Teslas freier Cashflow im 1. Quartal 2023 fast 2 Milliarden Dollar betragen würde, was einem Anstieg von 40 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Dies dürfte die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Tesla in naher Zukunft einen nennenswerten Bitcoin-Betrag abstößt.

Dieser Artikel enthält keine Anlageberatung oder -empfehlung. Jede Anlage- und Handelsentscheidung birgt Risiken, und die Leser sollten bei ihrer Entscheidungsfindung ihre eigenen Recherchen durchführen.