Dieser Artikel kurz:

· Die ukrainischen Behörden haben ein Krypto-Pyramidensystem aufgedeckt, das Investoren Millionen von Dollar gekostet hat.

· Die meisten der zehn Festgenommenen sind Staatsbürger der Russischen Föderation.

· Nach dem russisch-ukrainischen Krieg im Februar 2022 versuchten die Organisatoren, ihre Beteiligung zu verbergen.

Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden haben ein in Russland ansässiges Krypto-Pyramidensystem aufgedeckt, das angeblich Gewinne in Millionenhöhe eingebracht hat.

Der ukrainische Sicherheitsdienst hat ein riesiges Schneeballsystem aufgedeckt, das als Investitionsprojekt mit dem Namen „Life is Good“ getarnt war. Berichten zufolge boten die Täter den Opfern die Möglichkeit, Investoren zu werden, und erhöhten so schnell ihre Kapitalinvestitionen.

Pyramidensysteme basieren darauf, neue Investoren anzulocken, um frühere Investoren zurückzuzahlen, wobei Betrüger oft hohe Renditen bei geringem Risiko versprechen. Sie sind grundsätzlich nicht nachhaltig und führen oft zu enormen Verlusten für ihre Opfer.

Nach Angaben der Behörden haben die Täter mehr als 1.000 Opfer betrogen und dabei fast 40 Millionen US-Dollar erbeutet, die dann auf die Krypto-Wallets und Bankkonten der Organisatoren überwiesen wurden. Um den Dienst nutzen zu können, bauten die Betrüger mithilfe der Konten potenzieller „Investoren“ eigene Netzwerkressourcen auf.

Diese betrügerischen Transaktionen versprachen den Anlegern Gewinne in Form von Dividenden, indem sie in Aktien vielversprechender Weltklasseunternehmen investierten. Darüber hinaus „garantieren“ Betrüger ihren Kunden „Boni“, um neue Kunden zu gewinnen.​

Auf Russland basierender Plan

Vor 2017 wurde das Programm außerhalb der Russischen Föderation durchgeführt. Doch schließlich eröffneten sie ein Büro in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und finanzierten eine massive Werbekampagne. Berichten zufolge hat die Kiewer Polizei im Zusammenhang mit dem Betrug zehn Personen festgenommen, wobei es sich bei den meisten Angeklagten um Staatsbürger der Russischen Föderation handelte.

Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine im Februar 2022 versuchte das Pyramidensystem, seine Beteiligung zu verschleiern, möglicherweise aufgrund einer verstärkten Kontrolle russischer Unternehmen im Land.

Berichten zufolge fanden die Behörden Computer, Mobiltelefone, Finanzdokumente und Wechselunterlagen in Büros in Kiew und an mehreren Wohnadressen. Sie alle hatten Hinweise auf illegale Aktivitäten, wobei die Sicherheitsdienste auch Souvenirs und Werbeartikel fanden, die dazu dienten, „Investoren“ anzulocken.

Ukrainischen Medienberichten zufolge dauern die Ermittlungen an.