Der Multichain-Liquiditäts- und Datengateway-Anbieter Li.Fi hat in einer von den Krypto-Investmentfirmen CoinFund und Superscrypt gemeinsam geleiteten Serie-A-Finanzierungsrunde 17,5 Millionen US-Dollar gesammelt. Die Mittelbeschaffung wird Li.Fi dabei helfen, seine langfristige Strategie umzusetzen, die darauf abzielt, mehr Benutzer zu Web3 zu bringen, indem der nahtlose Handel von Token und Aufträgen über jede Kette hinweg ermöglicht wird, sagte Philipp Zentner, CEO von LI.FI, in einem Interview mit CoinDesk.

Die Bedeutung dezentraler Finanzen (DeFi) ist nach dem Zusammenbruch der zentralisierten Kryptobörse FTX wieder zu einem Trendthema in der Kryptowelt geworden. Die Investmentfirma Bernstein veröffentlichte letzten Monat eine Forschungsnotiz, in der es hieß, dass eine Wiederbelebung der dezentralen Finanzen (DeFi) in Arbeit sei, die „weitaus nachhaltiger, skalierbarer, transparenter und mit einer verbesserten Token-Ökonomie“ sei.

Das in Berlin ansässige Unternehmen Li.Fi hilft Entwicklern, sich in der zunehmend fragmentierten Sammlung von Layer-1-, Layer-2- und Layer-3-Blockchains, den Brücken, die sie verbinden, und den dezentralen Börsen, die alle im dezentralen Finanzwesen (DeFi) existieren, zurechtzufinden. Das Unternehmen bietet eine Anwendungsprogrammierschnittstelle (API), auf der Entwickler aufbauen können, um Prototypen zu erstellen und schneller auf den Markt zu kommen.

„Für jeden, der auf dieser Front-End-Infrastruktur aufbauen möchte – und der ebenfalls fragmentierten Liquidität – ist der Integrationsaufwand enorm“, erklärte Zentner. „Und das ist ein großer Irrtum über versunkene Kosten. Man weiß nicht, was noch läuft oder welche Systeme angegriffen oder gehackt werden. Systeme können nicht mehr liquide sein. Es könnte eine strategische Änderung geben und man muss sich an das neue Ökosystem anpassen.“

„Dazu ist ein hoher Wartungsaufwand bei der Integration erforderlich und diesen Teil übernehmen wir, indem wir die wichtigste DeFi-Infrastruktur aggregieren“, fuhr er fort.

Weitere Teilnehmer der Runde waren unter anderem Bloccelerate, L1 Digital, Circle, Factor, Perridon, Theta Capital, Three Point Capital und Abra. Li.Fi hatte bereits im vergangenen Juli in einer von 1kx geleiteten Finanzierungsrunde 5,5 Millionen Dollar eingesammelt.