Die führende russische Anti-Geldwäschebehörde gibt an, dass sie mehr als 25.000 Krypto-Benutzer „beobachtet“ und über fortschrittliche Möglichkeiten zur Identifizierung krimineller Aktivitäten verfügt.

Laut Finam traf sich Juri Tschichantschin, der Direktor der Föderalen Finanzüberwachungsagentur (Rosfinmonitoring), kürzlich mit Wladimir Putin, um über Kryptowährungen zu sprechen.

Rosfinmonitoring ist eine föderale Exekutivbehörde, die mit der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung beauftragt ist. Sie untersteht direkt dem Büro des Präsidenten.

Chikhanchin wurde mit der Aussage zitiert, dass das „Nutzungsvolumen“ von Kryptowährungen in Russland „bedauerlicherweise“ zunehme.

Der Leiter von Rosfinmonitoring sagte, dass die Organisation angesichts des Aufstiegs der Kryptowährungen „unruhig“ sei. Darüber hinaus sagte er, dass die Agentur befürchte, dass Krypto-Assets in mehreren Fällen zur Geldwäsche verwendet wurden.

Er sagte: „Wir überwachen etwa 25.000 Teilnehmer an [Krypto-]Aktivitäten. Ungefähr zehn Finanzinstitute wurden identifiziert. Wir glauben, dass sie diesen Leuten helfen.“

Er sagte, dass Russlands Krypto-„Umsatz“ „etwa 630.000 Bitcoin (BTC)“ betrage. Yuri Chikhanchin, der Direktor von Rosfinmonitoring, traf sich mit Wladimir Putin, dem Präsidenten Russlands.

Chikhanchin gab an, dass Rosfinmonitoring „ungefähr“ 120 kryptobezogene Untersuchungen durchgeführt habe, die zu „über sechzig“ strafrechtlichen Verurteilungen geführt hätten.

Der Leiter von Rosfinmonitoring sagte, dass Fortschritte bei der Blockchain-Analysesoftware der Organisation dabei geholfen hätten, ihre Überwachungsfähigkeiten zu verbessern.

Ursprünglich ermöglichte der Dienst den Teilnehmern, Transaktionen im Bitcoin-Blockchain-Protokoll zu überwachen. Seitdem haben die Parteien die Fähigkeiten der Software erweitert, so Chikhanchin. Er fügte hinzu, dass dieselbe Überwachungstechnologie nun für „über 20“ Blockchain-Netzwerke verwendet werden könne.

Außer im Innenministerium, beim Föderalen Sicherheitsdienst und beim Ermittlungskomitee laufen derzeit auch bei anderen Regierungsbehörden Tests mit demselben Tool, etwa beim Föderalen Sicherheitsdienst und beim Ermittlungskomitee.

Anfang dieser Woche äußerten einige führende Vertreter der russischen Krypto-Asset- und Blockchain-Branche ihr Interesse an einem Treffen mit Wladimir Putin, um die Krypto-Gesetzgebung zu besprechen.

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