Nishad Singh ist der ehemalige Director of Engineering bei FTX und Mitglied des engsten Kreises von SBF.

Der frühere FTX-Manager Nishad Singh hat zugestimmt, sich in sechs US-Strafanzeigen schuldig zu bekennen, die gegen ihn in einem Verfahren gegen die gescheiterte Börse erhoben wurden, wie Reuters am 28. Februar berichtete.

Die Anklagepunkte umfassen einen Fall von Überweisungsbetrug, drei Fälle von Verschwörung zum Betrug, einen Fall von Verschwörung zur Begehung von Geldwäsche und einen Fall von Verschwörung zum Betrug der Vereinigten Staaten durch Verstoß gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung.

Singh, ein ehemaliger technischer Direktor der Börse, änderte Teile des Kodex, um Alameda Research die uneingeschränkte Kreditvergabe ohne Liquidation fortzusetzen.

Reuters sagte, es habe im Code der Plattform einen Kommentar von Singh gesehen, der lautete:

„Achten Sie besonders darauf, nicht zu liquidieren.“

Nach Angaben der SEC verschafften die angeblich von Singer vorgenommenen Codeänderungen Alameda eine „nahezu unbegrenzte Kreditlinie“ an der gescheiterten Börse, und die geliehenen Milliarden Dollar waren größtenteils Kundengelder.

Singh beteiligte sich auch am Sam Bankman-Friend-Strohspenderprogramm, das Unternehmensgelder nutzte, um illegale Wahlkampfspenden zu leisten, um Einfluss auf politische Entscheidungsträger zu nehmen.

Den Aufzeichnungen von Open Secrets zufolge spendete Singh an einen der PACs, die in der jüngsten Anklageschrift gegen SBF genannt wurden.

SBF sieht sich mit zwölf verschiedenen Anklagepunkten wegen Überweisungsbetrugs, Geldwäsche und illegalen Wahlkampfspenden konfrontiert und soll noch in diesem Jahr vor Gericht gestellt werden. Er bekennt sich weiterhin in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig.

In der Zwischenzeit haben mehrere ehemalige FTX-Führungskräfte zugestimmt, sich schuldig zu bekennen und mit den Strafverfolgungsbehörden zu kooperieren – darunter Gary Wang und Caroline Ellison aus dem engeren Kreis von SBF.

Ellison gab sieben Anklagen zu, Wang vier.

Mehrere andere ehemalige Führungskräfte erwägen eine Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und haben Anwälte beauftragt, die Angelegenheit zu besprechen, berichtete Reuters.

Darüber hinaus kooperiere FTX-Anwalt Daniel Friedberg ebenfalls mit der Staatsanwaltschaft und werde derzeit nicht strafrechtlich verfolgt, heißt es in dem Bericht.