Die führende Kryptowährungsbörse Luno hat 35 % ihrer Mitarbeiter entlassen und die jüngsten Marktturbulenzen als Grund für die Entscheidung genannt. Laut einem CNBC-Bericht vom Mittwoch informierte der CEO der Börse, Marcus Swanepoel, die Mitarbeiter am 25. Januar in einer live gestreamten Bürgerversammlung über die Entlassungen.

Luno verkleinert seine Belegschaft um 35 %

Laut dem LinkedIn-Profil des Unternehmens beschäftigt Luno insgesamt rund 960 Mitarbeiter, das heißt, von der Entscheidung sind mehr als 330 Mitarbeiter betroffen.

Der Bericht stellte fest, dass die Kürzung die Marketingteams von Luno betreffen würde, jedoch nur „minimale oder keine Auswirkungen auf die wichtigsten Betriebs- und Compliance-Teams“ haben würde.

„2022 war ein unglaublich hartes Jahr für die gesamte Technologiebranche und insbesondere für den Kryptomarkt. Luno war leider nicht immun gegen diese Turbulenzen, die sich auf unser Gesamtwachstum und unsere Umsatzzahlen ausgewirkt haben“, sagte die Börse.

Der Stellenabbau erfolgt, während mehrere Branchenunternehmen ihren Personalbestand reduzieren, um Kosten zu senken und die jüngsten Marktturbulenzen zu bewältigen. Vor einigen Wochen hat die bekannte Kryptowährungsbörse Crypto.com in einer zweiten Entlassungswelle rund 20 % ihrer weltweiten Belegschaft abgebaut. Berichten zufolge wurden seit April 2022 im gesamten Kryptosektor mehr als 29.000 Stellen abgebaut.

DCGs finanzielle Probleme

Lunos jüngster Kursrückgang ist ein weiterer schwerer Schlag für die Muttergesellschaft Digital Currency Group (DCG), die sich aufgrund der Marktturbulenzen bereits in einer Finanzkrise befindet. Die Lage der DCG wurde durch die Pleite des Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) im Juni und den dramatischen Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im November noch verschärft.

DCG hat vor Kurzem die Zahlung vierteljährlicher Dividenden bis auf Weiteres ausgesetzt, während seine Krediteinheit Genesis Global Capital beim US-Konkursgericht für den südlichen Bezirk von New York Insolvenzschutz nach Chapter 11 beantragte.

„Wir haben zwar mit einem Abschwung gerechnet und proaktiv ein Geschäfts- und Finanzierungsmodell entwickelt, das gegenüber einigen dieser Faktoren widerstandsfähig ist, doch das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der all dies gleichzeitig geschah, haben unseren ursprünglichen Plan erheblich belastet“, sagte Swanepoel.

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