Laut Odaily befasst sich ein kürzlicher Beitrag von Shen Yu auf der X-Plattform mit den psychologischen Aspekten des Handels und betont die introspektive Natur von Investitionsentscheidungen. Shen Yu schlägt vor, dass jede Transaktion, die von der Mentalität 'mehr kaufen, wenn die Preise steigen' getrieben wird, weniger mit Marktdynamik zu tun hat und mehr mit der persönlichen Wertermittlung. Er argumentiert, dass die Erhöhung der eigenen Investition nicht notwendigerweise auf neuen Marktinsights basiert, sondern vielmehr auf dem Bedürfnis nach höheren Gewinnen, um ein größeres Selbstbild aufrechtzuerhalten.

Shen Yu beschreibt den Markt als einen Spiegel, der nicht nur finanzielle Gewinne widerspiegelt, sondern auch das Bild eines 'unbesiegbaren' Selbst, in das Händler sich verlieben. Diese Perspektive hebt hervor, warum Ratschläge zur Handelsdisziplin und zu Systemen, obwohl sie genau sind, oft nicht in der Lage sind, das Verhalten signifikant zu ändern. Das Kernproblem, merkt er an, ist existenziell und nicht technisch, was darauf hindeutet, dass technische Lösungen existenzielle Probleme nicht lösen können. Die Ironie, weist Shen Yu hin, ist, dass Händler glauben, sie tauschen Geld gegen Wohlstand, während sie in Wirklichkeit Wohlstand gegen eine illusorische Selbstidentität tauschen. Von Anfang an positioniert dieser Ansatz beim Handel die Individuen als unvermeidliche Verlierer.