Präsident Yoon Suk Yeol gab die Entscheidung während einer nächtlichen Fernsehansprache am Dienstag bekannt und erklärte, dass der Schritt darauf abzielte, angebliche staatsfeindliche Aktivitäten innerhalb der Oppositionspartei Demokratische Partei anzugehen. In Reaktion darauf stationierte die Regierung Militärpersonal an wichtigen Orten, einschließlich der Nationalversammlung, und verbot vorübergehend politische Versammlungen.

XRP spürte das Gewicht der heutigen Nachrichten aus Südkorea.
Der Kryptomarkt ließ nicht lange auf eine Reaktion warten. An der südkoreanischen Upbit-Börse fiel der Bitcoin (BTC) unter 75.000 $, bevor er bis zur Pressezeit auf 91.699 $ zurücksprang. Unterdessen schwebte der globale Preis für Bitcoin bei 95.700 $, was eine deutliche regionale Preisdisparität im Zusammenhang mit den politischen Unruhen verdeutlicht. Andere digitale Währungen, wie XRP, verzeichneten ebenfalls erhebliche Rückgänge.
Innerhalb von 60 Minuten nach der Ausrufung des Kriegsrechts berichtete Lookonchain von einem Zufluss von über 163 Millionen Dollar in Tether (USDT) zu Upbit. Experten glauben, dass diese plötzliche Aktivität von opportunistischen Händlern ausgelöst wurde, die versuchten, den Moment zu nutzen und während des starken Rückgangs zu kaufen.
Dies ist das erste Mal, dass in Südkorea seit dem demokratischen Übergang im Jahr 1987 das Kriegsrecht ausgerufen wurde. Berichten zufolge verteidigte Präsident Yoon die Entscheidung als entscheidend für die Gewährleistung der nationalen Stabilität, aber Kritiker, darunter Oppositionsführer und Mitglieder seiner eigenen konservativen Partei, verurteilten sie als verfassungswidrig und autoritär.
Während Südkorea diese Phase politischer Unruhen durchläuft, bleiben die umfassenderen Auswirkungen auf den Kryptowährungsmarkt unklar. Die Situation zeigt jedoch, wie die Preise digitaler Vermögenswerte auf geopolitische Veränderungen reagieren können, insbesondere in Regionen mit intensivem Handelsvolumen.

