Die Analysten von JPMorgan Chase & Co. äußerten Skepsis gegenüber dem aktuellen Aufschwung auf den Kryptowährungsmärkten. In einem aktuellen Bericht stellen sie die Nachhaltigkeit des Anstiegs in Frage und verweisen auf bestimmte zugrunde liegende Faktoren. In einem detaillierten Bericht stellten sie den Optimismus im Zusammenhang mit der Zulassung eines Spot-Bitcoin-ETF in den USA in Frage und deuteten eher auf eine Umschichtung der Mittel im Kryptoraum als auf einen Zufluss von neuem Geld hin. Die erfahrenen Analysten der Bank unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou artikulierten, dass Fonds von Produkten wie dem Bitcoin Trust und den Bitcoin-Futures-ETFs von Grayscale zu den neu zugelassenen Spot-Bitcoin-ETFs wechseln könnten.

Regulatorische Hürden bleiben bestehen

Das zweite Element, das die Marktstimmung beeinflusst, betrifft die jüngsten rechtlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit der SEC. Erfolge für Ripple und Grayscale deuten auf eine mögliche Lockerung der Regulierung hin, doch die Analysten von JPMorgan bleiben vorsichtig. Sie betonten den spekulativen Charakter der Lockerung der Regulierung, insbesondere angesichts der mangelnden Regulierung des Sektors. Trotz Rückschlägen gehen sie von einer anhaltenden strengen Regulierung aus, insbesondere angesichts der jüngsten aufsehenerregenden Fehltritte wie dem FTX-Skandal, die den politischen Entscheidungsträgern im Gedächtnis sind.

Darüber hinaus wird das weithin erwartete Bitcoin-Halbierungsereignis im April/Mai 2024, das normalerweise eine positive Marktverschiebung vorhersagt, als unzureichend erachtet, um signifikante Veränderungen herbeizuführen. Die Analysten von JPMorgan argumentieren, dass die Auswirkungen des Ereignisses bereits in den aktuellen Bitcoin-Bewertungen berücksichtigt sind. Sie präsentieren eine differenzierte Perspektive und legen nahe, dass die Halbierung möglicherweise nicht zu den von einigen Marktteilnehmern erwarteten erheblichen Preissteigerungen führt. Daher sagen die Analysten voraus, dass der Halbierungseffekt möglicherweise nicht das transformative Marktpotenzial birgt, das viele erwarten.

Folglich spiegelt der Bericht eine konservative Haltung hinsichtlich des Potenzials für eine anhaltende Krypto-Rallye wider. Die Analysten von JPMorgan gehen davon aus, dass der Kryptomarkt nach der erwarteten Genehmigung von Spot-Bitcoin-ETFs durch die SEC ein „Kaufe das Gerücht, verkaufe die Tatsache“-Phänomen erleben könnte. Diese Vorhersage steht im Einklang mit ihrer allgemeineren These und unterstreicht eine wahrscheinliche Kapitalumverteilung innerhalb des Kryptobereichs und nicht einen bahnbrechenden Kapitalzufluss. Darüber hinaus heben sie den globalen Kontext hervor und stellen fest, dass ähnliche Spot-Bitcoin-ETFs in Kanada und Europa kein großes Anlegerinteresse erfahren haben, was ihre Skepsis hinsichtlich der Auswirkungen solcher Produkte auf den US-Markt weiter verstärkt.

Der analytische Ausblick von JPMorgan dämpft daher die Markteuphorie mit einer Portion Vorsicht. Ihre Einschätzung lässt darauf schließen, dass die jüngsten positiven Trends auf den Kryptowährungsmärkten möglicherweise nicht so robust sind, wie manche glauben.