Das nächste Update von OpenAI, dem Branchenführer für generative KI-Chatbots, verspricht differenziertere, menschenähnliche Gespräche für präzisere Anwendungen.

Mit KI erstellte Bilder

Sam Altman moderierte am 6. November in San Francisco die erste Entwicklerkonferenz von OpenAI.

Bildquelle: OpenAI/YouTube

OpenAI hat GPT-4 Turbo heute auf seiner ersten Entwicklerkonferenz vorgestellt und es als einen leistungsstärkeren und kostengünstigeren Nachfolger von GPT-4 beschrieben. Das Update bietet eine verbesserte Kontextverarbeitung und die Flexibilität zur Feinabstimmung, um den Benutzeranforderungen gerecht zu werden.

GPT-4 Turbo gibt es in zwei Versionen: eine, die sich auf Text konzentriert, und eine, die auch Bilder verarbeitet. Laut OpenAI ist GPT-4 Turbo „leistungsoptimiert“ und kostet nur 0,01 US-Dollar pro 1.000 Text-Tokens und 0,03 US-Dollar pro 1.000 Bild-Tokens, was fast einem Drittel des Listenpreises von GPT-4 entspricht.

ChatGPT ist maßgeschneidert für Sie

Was macht diese Feinabstimmungsfunktion für GPT-4 Turbo so besonders?

„Die Feinabstimmung verbessert das Wenig-Schuss-Lernen, indem sie an mehr Beispielen außerhalb des Hinweisbereichs trainiert, sodass Sie bei einer großen Anzahl von Aufgaben bessere Ergebnisse erzielen können“, erklärt OpenAI. Im Wesentlichen schließt die Feinabstimmung die Lücke zwischen Allzweck-KI-Modellen und maßgeschneiderten Lösungen, die auf bestimmte Anwendungen zugeschnitten sind. Es verspricht „höhere Ergebnisse als Eingabeaufforderungen, Token-Einsparungen durch kürzere Eingabeaufforderungen und schnellere Antworten auf Anfragen.“

Bei der Feinabstimmung geht es darum, dem Modell große Mengen benutzerdefinierter Daten zuzuführen, um bestimmte Verhaltensweisen zu erlernen. Dadurch werden große Allzweckmodelle wie GPT-4 in spezialisierte Tools für Nischenaufgaben umgewandelt, ohne dass ein völlig neues Modell erstellt werden muss. Beispielsweise liefert ein auf medizinische Informationen abgestimmtes Modell genauere Ergebnisse und „spricht“ eher wie ein Arzt.

Eine gute Analogie lässt sich in der Welt der Bildgeneratoren erkennen: Fein abgestimmte Modelle mit stabiler Diffusion erzeugen tendenziell bessere Bilder als die ursprünglichen Modelle mit stabiler Diffusion XL oder 1,5, da sie aus speziellen Daten gelernt werden.

Vor dieser Innovation erlaubte OpenAI begrenzte Änderungen am Verhalten seines LLM über benutzerdefinierte Anweisungen. Dies ist bereits ein erheblicher Qualitätssprung für diejenigen, die nach einer Anpassung des OpenAI-Modells suchen. Die Feinabstimmung verbessert dies, indem neue Daten, Ton, Kontext und Sprache in den Modelldatensatz eingefügt werden.

Der Wert der Feinabstimmung ist erheblich. Da künstliche Intelligenz immer stärker in unser tägliches Leben integriert wird, besteht ein wachsender Bedarf an Modellen, die an spezifische Bedürfnisse angepasst sind.

OpenAI erklärt in seinen offiziellen Leitlinien: „Durch die Feinabstimmung von OpenAI-Textgenerierungsmodellen können sie für bestimmte Anwendungen besser geeignet sein, dies erfordert jedoch einen sorgfältigen Zeit- und Arbeitsaufwand.“

Das Unternehmen hat den Kontext, die multimodalen Fähigkeiten und die Genauigkeit seiner Modelle kontinuierlich verbessert. Mit der heutigen Ankündigung ist diese Fähigkeit unter gängigen Closed-Source-LLMs wie Claude oder Googles Bard konkurrenzlos.

Obwohl Open-Source-LLMs wie LlaMA oder Mistral fein abgestimmt werden können, mangelt es ihnen an Funktionalität und professioneller Benutzerfreundlichkeit.

Die Einführung von GPT-4 Turbo und sein Schwerpunkt auf Feinabstimmung markiert einen großen Wandel in der KI-Technologie. Benutzer können personalisiertere und effizientere Interaktionen erwarten, wobei die potenziellen Auswirkungen vom Kundensupport bis zur Inhaltserstellung reichen. #OpenAI #GPT4