Die Operation funktioniert auch in die entgegengesetzte Richtung: Sie wird als Leerverkauf oder „Short Selling“ bezeichnet. So können Händler auch vom Preisverfall profitieren. Aus diesem Grund sind Hebelgeschäfte beim Copy-Trading in einer Baisse-Phase besonders interessant.

Dazu schließt der Trader ein Termingeschäft mit der Börse ab. Dabei verkauft er Vermögenswerte, die er nicht wirklich besitzt, sondern die er sich von der Plattform leiht – daher auch der Begriff „Short Sale“. Fällt der Kurs, kauft der Trader die Vermögenswerte dann zu einem günstigeren Preis zurück – die Differenz stellt dann den Gewinn dar. All das mag zunächst kompliziert erscheinen, doch anhand eines Beispiels lässt sich der Sachverhalt schnell nachvollziehen.

Trader A hat ein Kapital von 100.000 Euro und der Kurs des Bitcoins liegt bei 100.000 Euro. Er verkauft einen BTC mit einem Hebel von 10x und einem Einsatz von 100.000 Euro leer. Wenn der Kurs dann also um 1% fällt, hat er (wie im obigen Beispiel) 10.000 Euro Gewinn, weil der BTC günstiger zurückgekauft und dann „zurückgezahlt“ wird.