Italien schockiert Krypto-Community mit geplanter 42%iger Bitcoin-Steuererhöhung

Italienische Kryptowährungsinvestoren waren überrascht, als der stellvertretende Wirtschaftsminister Maurizio Leo vorschlug, die Kapitalertragssteuer für Bitcoin fast zu verdoppeln, von 26 % auf bis zu 42 %. Die Ankündigung löste eine sofortige Gegenreaktion der Krypto-Community aus und warf Fragen über Italiens Zukunft als sektorfreundliches Land im Allgemeinen auf.

Die vorgeschlagene Erhöhung ist Teil der umfassenderen italienischen Finanzplanung. Die rechtsgerichtete Regierung des Landes hat bereits grünes Licht für einen Haushalt von 33 Milliarden Dollar für 2025 gegeben, der zum Teil durch Abgaben auf italienische Banken und Versicherungen finanziert werden soll.

Wenn dies umgesetzt würde, stünde Italien an der Spitze der Liste mit den höchsten Kapitalertragssteuern auf Kryptowährungen in Europa. Derzeit liegt Dänemark bei 42 %, Norwegen bei 38 % und Finnland bei 34 %. Das Ziel des vorgeschlagenen italienischen Steuersatzes ist neben anderen Finanzinstrumenten Bitcoin, was Bitcoin in eine ganz andere Situation katapultieren würde.

Tatsächlich hat die Ankündigung bereits zu Spekulationen über eine Kapitalflucht geführt und Investoren drohen offen damit, ihre Kryptowährungsgeschäfte in steuergünstigere Länder zu verlagern.

Paolo Ardoino, CEO des Stablecoin-Emittenten Tether, machte sich über die Logik hinter dem Vorschlag lustig und schrieb auf Italienisch, die Regierung sei im Wesentlichen der Ansicht, je erfolgreicher etwas sei, desto höher müsse es besteuert werden.

Die vorgeschlagene Erhöhung spiegelt die zunehmende Veränderung der Kryptowährungssteuern in der gesamten Europäischen Union wider. Portugal, einst ein Paradies für Krypto-Investoren mit seiner Null-Kapitalertragssteuerpolitik, führte im vergangenen Jahr einen Steuersatz von 28 % für digitale Vermögenswerte ein, die weniger als ein Jahr gehalten werden.