Bitcoin fällt unter 59.000 US-Dollar, da Inflationsängste Anleger verunsichern
Bitcoin (BTC) brach diese Woche ein und verlor 5,3 % auf ein Dreiwochentief von 58.900 $. Der Rückgang erfolgte, als Daten zeigten, dass die überraschende Stärke der US-Verbraucherinflation Befürchtungen darüber schürte, wie die Federal Reserve versuchen könnte, die Zinssätze zu beeinflussen.
Die Entwicklung auf dem Kryptowährungsmarkt hängt offenbar von den wachsenden Rezessionsängsten der Anleger ab. Der Verbraucherpreisindex stieg im September gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und weckte damit die Sorge vor einer „Stagflation“, dem wohl schlimmsten wirtschaftlichen Szenario, bei dem die Preise bei stagnierendem Wachstum steigen.
Die Arbeitslosenzahlen in den USA stiegen auf ein 14-Monats-Hoch und trugen zusätzlich zur Nervosität an den Märkten bei. Die Tatsache, dass diese Zahl durch einen Streik bei Boeing beeinflusst wurde, konnte kaum über die allgemeineren Auswirkungen auf die Wirtschaft hinwegtäuschen.
Die pessimistische Stimmung verstärkte sich, als US-Spot-Bitcoin-ETFs am 8. und 9. Oktober aufeinanderfolgende Abflüsse von 59 Millionen Dollar verzeichneten. Umkehrungen der jüngsten Zuflusssequenz deuten auf ein nachlassendes Vertrauen der Anleger in die kurzfristigen Preisaussichten hin.
Als ob das nicht genug wäre, reichte die SEC auch noch eine Beschwerde gegen Cumberland ein, einen führenden Market Maker, weil dieser angeblich als „nicht registrierter Händler“ bei Kryptowährungs-Swaps agiert. Das goss nur noch mehr Öl ins Feuer der Unsicherheit auf einem ohnehin schon nervösen Markt.
Der vorsichtige Ausblick spiegelt sich auf den Derivatemärkten wider. Die Prämie auf Bitcoin-Futures, die in neutralen Märkten normalerweise eine annualisierte Rate von 5-10% aufweist, ist zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten unter die Schwelle von 5% gefallen. Diese Veränderung wiederholt auch einen ähnlichen pessimistischen Wendepunkt im August, der einem spektakulären Preissturz von 24,6% innerhalb von drei Tagen vorausging.

