Sam Bankman-Fried (SBF), der Gründer der zusammengebrochenen Kryptobörse FTX, hat bei einer Gerichtsverhandlung am Dienstag in den USA auf nicht schuldig plädiert in Bezug auf die ihm vorgeworfenen Betrugsdelikte.
Vor zwei Wochen wurde der FTX-Gründer von einem New Yorker Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt und musste eine Kaution von 250 Millionen Dollar hinterlegen.
SBF plädiert auf „nicht schuldig“
Richter Lewis Kaplan, ein leitender Richter des US-Bezirksgerichts für den südlichen Bezirk von New York, übernahm die Leitung des Gerichtsverfahrens.
Gegen SBF wurden acht Anklagen erhoben. Dazu gehören Überweisungsbetrug und Verschwörung. Dem FTX-Gründer wird auch die illegale Finanzierung politischer Kampagnen vorgeworfen. Durch den Betrug sollen Milliarden von Dollar verloren gegangen sein, die privaten und institutionellen Anlegern auf der ganzen Welt gehörten.
Im Falle einer Verurteilung aufgrund all dieser Anklagen könnte SBF zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 115 Jahren verurteilt werden.
Da Bankman-Fried auf nicht schuldig plädiert, wird es in Zukunft voraussichtlich zu einem Prozess kommen. Der Prozess wird es den Staatsanwälten ermöglichen, zu beweisen, ob SBF der gegen ihn erhobenen Anklage schuldig ist.
Der jüngste Schritt von SBF verschafft ihm lediglich Zeit, da Richter Lewis Kaplan seinen Prozess nun auf den 2. Oktober 2023 angesetzt hat.
Das jüngste Plädoyer von SBF überrascht allerdings nicht, da das Wall Street Journal zuvor berichtet hatte, dass SBF vor einem New Yorker Gericht wahrscheinlich auf nicht schuldig plädieren würde.
Anders als der in Ungnade gefallene FTX-Gründer haben sich zwei Topmanager in mehreren gegen sie erhobenen Strafverfahren schuldig bekannt. Eine von ihnen ist Caroline Ellison, die ehemalige CEO von Alameda Research. Sie bekannte sich in Betrugsfällen schuldig. Der andere ist Gary Wang, der Mitbegründer des gescheiterten FTX. Er bekannte sich ebenfalls in ähnlichen Strafverfahren schuldig.
Der Unfug der SBF lähmt viele
Trotz SBFs jüngstem Versuch, sich von den Strafvorwürfen zu befreien, zeigen Berichte, dass der Zusammenbruch seiner Unternehmen zu finanziellen Schwierigkeiten bei mehreren Institutionen geführt hat.
Ein Beispiel ist das Kreditunternehmen BlockFi, das nach einem Insolvenzantrag Ende November 2022 355 Millionen US-Dollar an in FTX festsitzenden Vermögenswerten meldete.
In einem separaten Bericht reichten vier Personen eine Klage gegen FTX wegen eingezahlter Gelder bei der Börse ein. Diese Personen vertraten über eine Million FTX-Kunden, die vom Zusammenbruch der Börse betroffen waren.
Unterdessen veröffentlichte der Mitbegründer des derzeit bankrotten Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC), Su Zhu, heute einen Twitter-Thread, in dem er FTX und Digital Currency Group (DCG) beschuldigte, für den Untergang seines Unternehmens verantwortlich zu sein.
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