Das im vergangenen Monat gestartete Programm von MARA soll 25 Megawatt Strom erzeugen und dabei Erdgas verwenden, das sonst an Schieferölstandorten in Texas und North Dakota ungenutzt bliebe. Dem Bericht zufolge wird das Gas, das häufig als Nebenprodukt der Ölförderung entsteht, normalerweise abgefackelt, weil die für seinen Transport erforderliche Infrastruktur fehlt.

Durch die Nutzung dieser Energiequelle umgeht MARA die steigenden Kosten, die mit der Abhängigkeit vom regionalen Stromnetz verbunden sind, teilte CEO Fred Thiel der Reuters-Reporterin Laila Kearney mit. Kearney gab bekannt, dass das Pilotprojekt der erste Vorstoß des Unternehmens in die eigene Stromerzeugung sei. Neben der Senkung der Stromkosten hilft das Projekt MARA auch dabei, durch die Reduzierung der Treibhausgasemissionen Emissionsrechte zu sammeln.

Reuters erläutert, dass diese Gutschriften verdient werden, weil MARA Gas auffängt, das sonst als Methan in die Atmosphäre freigesetzt worden wäre, das erheblich zur globalen Erwärmung beiträgt. Während kleinere Bitcoin (BTC)-Miner bereits zuvor mit mobilen Anlagen in Schieferregionen experimentiert haben, ist dies laut Thiels Gespräch mit Reuters das erste Mal, dass ein börsennotierter Miner wie MARA ein solches Modell anwendet.

Am Dienstag um 10:30 Uhr EDT waren die Aktien des Bitcoin-Mining-Unternehmens um 0,44 % gestiegen. In den letzten fünf Tagen ist die Aktie von MARA um 6,92 % gestiegen, und in den letzten 30 Tagen hat sie um 12,38 % zugelegt. Anfang dieses Jahres kündigte MARA Pläne an, mit dem Kauf von BTC zu beginnen und die von ihm abgebauten Bitcoins in Reserven zu halten, und verfolgte dabei eine ähnliche Strategie wie Microstrategy, das diesen Ansatz seit 2020 umsetzt.