Argentinien zerschlägt nordkoreanisches Hacker-Netzwerk zur Geldwäsche von Kryptowährungen

Laut argentinischen Medien werden seit mehreren Monaten ungewöhnliche Aktivitäten in einem Gebäude in der Hauptstadt Buenos Aires beobachtet. Oft betreten und verlassen Menschen das Gebäude mit Aktentaschen, Taschen und Rucksäcken. Eines der illegalen Finanzinstitute tauscht nicht nur illegal Fremdwährungen um, sondern ist auch an Kryptowährungstransaktionen beteiligt. Der Einsatzleiter V.B., ein 29-jähriger russischer Staatsbürger, soll von einem nordkoreanischen Hackerprogramm, das vom FBI untersucht wird, gestohlene Kryptowährung im Wert von 100 Millionen US-Dollar erhalten haben.

Die Polizei nimmt Verhaftungen vor und beschlagnahmt Kryptowährung

Die Operation wurde von Detektiven der Abteilung für technische Cyberkriminalität der argentinischen Bundespolizei (PFA) und Experten der Sonderstaatsanwaltschaft für die Untersuchung von Cyberkriminalität (Ufeic) durchgeführt. Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Behörden Kryptowährungen im Wert von 121.327 US-Dollar, die in dezentralen Geldbörsen aufbewahrt wurden, sowie elektronische Geräte, die wichtige Beweise für Geldwäsche und Krypto-Asset-Transferoperationen enthalten könnten.

Unterstützung erhalten die Ermittler von Binance

Nach Angaben der Ermittler, die kooperative Unterstützung von Binance und Geheimdienstarbeit von der PFA erhielten, änderte V.B. häufig seine Adresse, um einer Entdeckung zu entgehen. Den Polizeibeamten gelang es schließlich, ihn bis zu einer Wohnung aufzuspüren, die er kürzlich gemietet hatte. Zum Zeitpunkt der Durchsuchung wurde der Haftbefehl von einem Übersetzer auf Russisch verlesen, da V.B. seit zwei Jahren in Argentinien lebte, aber kein Spanisch sprach.

Schon wieder Telegram-Geldwäsche

Bei einer Razzia bei einem illegalen Finanzinstitut, das über einen Bot in der Telegram-App Rubel, USDT, Euro und argentinische Pesos umtauschte, beschlagnahmten die Behörden 15 Millionen Pesos in bar.

Das gestohlene Geld stammte aus dem Harmony Bridge-Hack

V.B. wurde wegen des Verdachts der laufenden Vermögenswäsche und der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Die Ermittlungen begannen im November, als Ufeic Hinweise erhielt, die V.B. mit einem von nordkoreanischen Hackern inszenierten Betrug im Rahmen des Harmony-Bridge-Hacks in Verbindung brachten. Die Untersuchung ergab, dass ein Teil der gestohlenen Gelder an eine Kryptowährungs-Wallet in Argentinien überwiesen wurde.

Weitere mutmaßlich gestohlene Gelder stammen aus Kindesmissbrauchs- und Terrorismuskonten

Den Gerichtsakten zufolge ergaben die Kryptowährungsanalysetools von TRM Labs, dass V.B. Überweisungen von Konten im Zusammenhang mit Material über sexuellen Kindesmissbrauch und Terrorismusfinanzierung erhalten hatte. Es wurde auch festgestellt, dass er verdächtige Überweisungen zwischen mehreren Binance-Benutzern in Argentinien und im Ausland getätigt hat, was auf ein größeres Netzwerk hindeutet, an dem möglicherweise Partner in Russland und Argentinien beteiligt waren. Diese Benutzer fungieren als „Kapitalkonten“ und triangulieren Gelder, um die Rückverfolgbarkeit von Vermögenswerten zu verschleiern.

Bis Dezember letzten Jahres hatte V.B. 2.463 Kryptowährungstransfers über Binance Pay im Gesamtwert von 4.532.305 USDT abgeschlossen. Er kaufte außerdem 1.312.205,15 $USDT in Rubel und führte 102 Geldwechseltransaktionen im Wert von 29.062,40 $USDT durch.

Dabei geht es um weltweite Geldwäschefälle, die Verbreitung von Kryptowährungen und Telegram

Die Untersuchung ergab, dass die vom FBI untersuchten Hacker im Fall vom Juni 2022 damit begannen, die gestohlene Kryptowährung auf verschiedene Wallets zu verteilen, um die Rückverfolgung zu erschweren. Einige der Gelder gelangten in die Brieftasche von V.B., was die Behörden dazu veranlasste, ihre Ermittlungen auszuweiten, um andere mögliche Überweisungen zu identifizieren. „Dies ist eine äußerst wichtige Untersuchung, da wir festgestellt haben, dass ein Teil eines großen Betrugs im Zusammenhang mit nordkoreanischen Hackern seinen Weg in eine virtuelle Geldbörse in Argentinien gefunden hat.“

Diese Operation verdeutlicht nicht nur die Schwere der Geldwäsche durch Kryptowährung in Argentinien, sondern verdeutlicht auch das globale Ausmaß der Cyberkriminalität, bei der internationale Kriminelle fortschrittliche Technologie nutzen, um ihre Spuren zu verbergen. Auch Telegram ist beteiligt.

Kürzlich wurde der Gründer von Telegram, Pavel Durov, in Frankreich wegen des Verdachts der mangelnden Verwaltung von Telegram und der Unterstützung illegaler Aktivitäten verhaftet. Dieser Vorfall verdeutlicht noch einmal die verschwommene Grenze zwischen der Freiheit der Online-Kommunikation und kriminellen Aktivitäten, die einer Überprüfung bedarf.

[Haftungsausschluss] Der Markt birgt Risiken, daher muss bei Investitionen Vorsicht geboten sein. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und Benutzer sollten prüfen, ob die in diesem Artikel enthaltenen Meinungen, Ansichten oder Schlussfolgerungen für ihre jeweiligen Umstände angemessen sind. Investieren Sie entsprechend und tun Sie dies auf eigenes Risiko.

  • Dieser Artikel wurde mit Genehmigung von „Chain News“ abgedruckt.