TLDR

  • Vitalik Buterin hat einen Plan für die kettenübergreifende Interoperabilität zwischen Ethereum-Layer-2-Netzwerken skizziert

  • Der Plan umfasst mehrere Ethereum Improvement Proposals (EIPs), die auf die Verbesserung der Cross-L2-Kompatibilität abzielen.

  • Zu den wichtigsten Vorschlägen gehören EIP-3370 für einen neuen Adressstandard, EIP-7683 für die Cross-L2-Kommunikation und EIP-3668 für den Off-Chain-Datenzugriff.

  • Buterin prognostiziert, dass alle Rollups letztendlich die Zero-Knowledge-Technologie übernehmen werden, dieser Übergang kann jedoch über 5 Jahre dauern

  • VanEck hat vorausgesagt, dass Ethereum L2-Skalierungsnetzwerke innerhalb von sechs Jahren eine Marktkapitalisierung von 1 Billion US-Dollar erreichen könnten

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat einen umfassenden Plan zur Bewältigung einer der dringendsten Herausforderungen im Kryptowährungs-Ökosystem vorgelegt: der kettenübergreifenden Interoperabilität zwischen Ethereum-Layer-2-Netzwerken (L2).

In einer Reihe von Posts auf der Social-Media-Plattform X skizzierte Buterin seine Vision einer nahtlosen Benutzererfahrung im gesamten „Ethereum-Universum“ und hob mehrere wichtige Vorschläge und technologische Fortschritte hervor, die dies Wirklichkeit werden lassen könnten.

Cross-L2-Roadmap in einem Tweet:

* 3770 (Cross-L2-Adressen)
* 7683 (Cross-L2-Sendungen über Liquiditätsanbieter)
* 3668 (L2 Light-Clients)
* Cross-L2-wiederholbare Kontostatus-Updates

Das oben Genannte reicht bereits aus. Später, Phase 2:

* L1sload/statischer Anruf
* Keystore-Rollups
* Beweisaggregation

– vitalik.eth (@VitalikButerin) 5. August 2024

Der von Buterin vorgestellte Fahrplan konzentriert sich auf eine Reihe von Ethereum Improvement Proposals (EIPs), die die Cross-L2-Kompatibilität verbessern sollen. Einer der wichtigsten Vorschläge ist EIP-3370, der einen neuen Adressstandard einführt.

Dieser Standard würde von Wallets und dezentralen Anwendungen (dApps) verlangen, kettenspezifische Adressen mit menschenlesbaren Präfixen anzuzeigen, was die Benutzeroberfläche deutlich vereinfachen und das Fehlerpotenzial bei der Interaktion mit verschiedenen L2-Netzwerken verringern würde.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Plans ist EIP-7683, das darauf abzielt, ein Standardkommunikationsprotokoll für verschiedene Ethereum-L2-Netzwerke zu etablieren. Dieser Vorschlag befasst sich mit den aktuellen Ineffizienzen und Komplexitäten, mit denen Benutzer konfrontiert sind, wenn sie versuchen, Vermögenswerte über verschiedene Ketten hinweg zu handeln. Durch die Implementierung eines einheitlichen Regelwerks könnte EIP-7683 Transaktionen zwischen Ketten rationalisieren und es Benutzern einfacher und effizienter machen, Vermögenswerte zwischen verschiedenen L2-Lösungen zu verschieben.

Auch EIP-3668 steht auf der Agenda und schlägt eine standardisierte Methode vor, mit der Ethereum-Smart Contracts auf Off-Chain-Daten zugreifen können. Buterin bezeichnet dies als „Layer-2 Light Clients“ und erklärt, dass es für Entwickler einfacher und kostengünstiger wäre, Anwendungen zu erstellen, die große Datenmengen erfordern, ohne hohe On-Chain-Speicherkosten zu verursachen.

Zusätzlich zu diesen Vorschlägen diskutierte Buterin das Konzept der „cross-L2-replayable account state updates“, das er zuvor in einem Blogbeitrag von 2023 ausführlich erläutert hatte. Dieser Ansatz ermöglicht es L2-Netzwerken, aktuelle Layer-1-Statusaktualisierungen (L1) zu empfangen und gleichzeitig Sicherheit und geringe Latenz aufrechtzuerhalten, was die Interoperabilität zwischen verschiedenen Schichten des Ethereum-Ökosystems weiter verbessert.

Mit Blick auf die Zukunft erwähnte Buterin mehrere Updates der Phase 2, um die Cross-Chain-L2-Kompatibilität weiter zu verbessern, darunter Keystore-Rollups und Proof-Aggregation. Er betonte, dass die anfänglichen Updates der „Phase 1“ unabhängig von den Besonderheiten der Rollup-Technologie sind, was auf eine breitere Anwendbarkeit bei verschiedenen L2-Lösungen hindeutet.

In Bezug auf die Zukunft bestehender Zero-Knowledge- (ZK) und optimistischer Rollups sagte Buterin voraus, dass alle Rollups letztendlich auf ZK-Technologie umgestellt werden, um Transaktionen einmal pro Slot mit Ethereum abzuschließen. Er schätzte jedoch, dass dieser Übergang mehr als fünf Jahre dauern würde, bis er vollständig umgesetzt sei.

Der Optimismus des Ethereum-Mitbegründers hinsichtlich der Lösung von L2-übergreifenden Interoperabilitätsproblemen wird von einigen Mitgliedern der Investment-Community geteilt.

Anfang des Jahres sagte der Investmentmanager VanEck voraus, dass die Marktkapitalisierung von Ethereum L2-Skalierungsnetzwerken innerhalb von sechs Jahren eine Billion US-Dollar erreichen könnte, was das erhebliche Potenzial von Buterins Vision einer kettenübergreifenden Interoperabilität unterstreicht.

Buterin äußerte jedoch kürzlich auch Bedenken hinsichtlich übermäßig komplizierter Layer-2-Skalierungslösungen und betonte die potenziellen Risiken, die mit komplexen L2-Netzwerken verbunden sind.

Er drängte auf einen ausgewogeneren Ansatz bei der Entwicklung von Blockchain-Ökosystemen und schloss sich damit der vorherrschenden Meinung in der Blockchain-Community an, dass Layer-1-Netzwerke der Einfachheit Priorität einräumen sollten, um das Risiko kritischer Fehler und Angriffsmethoden zu minimieren.

Der Beitrag „Vitaliq Buterin stellt Roadmap für Ethereum Layer-2-Interoperabilität vor“ erschien zuerst auf Blockonomi.