Es gibt keine Idee, die so missverstanden zu sein scheint wie diese Idee von "Geld." Auf der einen Seite finden wir viele Menschen, die sich in einem verrückten Wettlauf nach "Geld um des Geldes willen" engagieren, und auf der anderen Seite viele andere, die Geld als die Wurzel allen Übels verurteilen und die Tendenz der Zeit, aktiv nach Geld zu streben, scharf kritisieren. Beide dieser Klassen von Menschen liegen falsch – sie stehen auf den entgegengesetzten Seiten der Straße der Vernunft, während die Wahrheit hier, wie immer, "in der Mitte der Straße" zu finden ist.
Der Mann, der Geld als etwas Wertvolles an sich selbst sucht – der Mann, der Geld als einen sehr Gott verehrt – ein solcher Mann ist ein Narr, denn er verwechselt das Symbol mit der Realität. Und ebenso ist der Mann, der das Streben und Verlangen nach Geld als eine niederträchtige, böse Sache verurteilt – er, der Geld zu einem Teufel machen würde – auch dieser Mann ist ein Narr. Der weise Mann ist derjenige, der Geld als ein Symbol für etwas anderes dahinter sieht und der sich nicht täuschen lässt, indem er den Schatten mit der Substanz verwechselt, weder zum Guten noch zum Bösen. Der weise Mann macht aus Geld weder einen Gott noch einen Teufel – er sieht es als ein Symbol für fast alles, was der Mensch aus der Außenwelt erlangen kann, und respektiert es als solches. Er sieht, dass es zwar wahr ist, dass Geiz und Gier abscheuliche und schädliche Eigenschaften des Geistes sind, dennoch macht der Mangel an dem richtigen Verlangen nach und Streben nach Geld den Menschen zu einem Wesen, das aller Dinge beraubt ist, die das Leben lebenswert machen.